LWL-Fachbegriffe
Erklärungen

English

Absorption (absorption)
Schwächung (Verlust) von Strahlung beim Durchgang durch Materie.
(Ein Teil der Strahlungsenergie von Licht wird z.B. in Wärme umgesetzt.)
Armoring
Bewehrung
Attenuation
Dämpfung
Außenkabel
Kabel, die so aufgebaut sind, dass sie allen Anforderungen für Außenverlegung
genügen (z.B. in Erde oder Röhren, Luft oder unter Wasser).
Backscattering technique
 
Rückstreuverfahren
Bandbreite (bandwidth)
Frequenz, bei der der Betrag der Übertragungsfunktion eines LWL auf die Hälfte des Wertes abgefallen ist, den er bei der Frequenz Null hatte; d.h. Dämpfung des Lichtsignals ist um 3 dB angestiegen.
Bändchen (fiber ribbon)
Fasern sind parallel zueinander, in gleichen Abständen mit einem Coating flach verbunden. Mehrere Faserbändchen können zu einem Stapel aufeinander gelegt werden.
Beschichtung (coating)
Kunststoffschicht, die als mechanischer Schutz auf die Faser-Manteloberfläche aufgebracht ist.
Bewehrung Schutzelement (meist aus Stahldrähten oder -bändern), das für Kabel mit besonderen Einsatzbedingungen verwendet wird, z.B. Erdverlegung, See- und Grubeneinsatz, Nagetierschutz.
Brechung
Änderung der Ausbreitungsrichtung eines Strahls (Welle) an der Grenzfläche
zwischen zwei Medien mit unterschiedlichen   Brechzahlen.
Brechzahl (refractive index)
Faktor, um den die Lichtgeschwindigkeit in einem optischen Medium (z.B. Glas) kleiner ist als im Vakuum.
Bündelader (loose buffer fiber)
Mehrere lose Fasern spannungsfrei in einer gemeinsamen gefüllten Hülle.
Cladding Mantelglas
Coating Beschichtung
Coupler
Koppler
Crimp
Krimpen
Dämpfung
Faktor, um den die Signalleistung am Kabelende im Vergleich zum Kabelanfang
abgenommen hat. Hauptursachen bei Glasfasern: Streuung, Absorption, Lichtverluste in Steck- und Spleißverbindungen.
Dispersion (dispersion)
Aufgrund der Dispersion erfahren Lichtimpulse in einer Faser eine zeitliche Verbreiterung. Man unterscheidet zwischen Moden-, Material- und Wellenleiterdispersion.
Dotierung (doping) Definiertes Hinzufügen geringer Mengen eines Fremdstoffs in eine reine Substanz,
 um deren Eigenschaften zu verändern, z.B. Erhöhung der Brechzahl des Faserkerns.
Einfügedämpfung
(insertion loss)
Dämpfung, die durch Einfügen eines optischen Bauelements in eine  optische Übertragungsstrecke verursacht wird.
EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit)
 Elektromagnetische Störfestigkeit und Störaussendung eines Kabels/Systems.
 
Faser-Multiplex
(fiber multiplex)
 Übertragungsverfahren, bei dem jedem Übertragungskanal eine Faser
 zugeordnet ist
FDDI (fiber distributed data interface)
 Lichtwellenleiternetzwerk mit doppelter, gegenläufiger Ringtopologie und
 100 Mb/s Bandbreite.
Fiber multiplex

Faser-Multiplex
FITL (fiber in the loop)
Faser im Ortsanschlussnetz. Je nach Endpunkt der Faser-Strecke unterscheidet man:
• FTTB – Fiber to the building: Faser bis zum Gebäude
• FTTC – Fiber to the curb: Faser bis zum Straßenrand
• FTTH – Fiber to the home: Faser bis zum Haus
• FTTP – Fiber to the pedestal: Faser bis zur Vorfeldeinrichtung.
Frequenz
Anzahl der kompletten Schwingungen pro Sekunde (in Hz).
FTTD
(fiber to the desk)
Verkabelung mit LWL bis zum Arbeitsplatz.
GFK-Element
(GRP element)
Stütz- und Zugelement aus Glasfilamenten.  (GFK-Glasfaser verstärkter Kunststoff, GRP glass fiber reinforced plastic).
Gradientenprofil
(graded index profile)
Brechzahlprofil eines LWL. Die Brechzahl des Kerns nimmt zum Mantel hin
 stetig – meist parabelförmig – ab.
Innenkabel
Kabel für Anwendungen innerhalb von Gebäuden. Sie sind für Außenverlegung im Allgemeinen ungeeignet.
Insertion loss
Einfügedämpfung
ISDN (Integrated Services Digital Network) Daten, Sprache und Bilder werden durch das Digitale Netz über einen
Anschluss vermittelt und übertragen.
Kammerkabel (slotted core cable) Kabel, bei dem die Fasern oder Faserbändchen in Rillen liegen, die in die
 Oberfläche des Zentralelements eingelassen sind.
Kernglas (core glass) Kern einer Glasfaser mit gegenüber dem Mantelglas erhöhter Brechzahl.
Kompaktader Faser mit einer sie eng umgebenden Hülle.
Koppler (coupler) Passives Bauelement zum Übertragen von Licht zwischen Lichtquelle und Faser oder zwischen mehreren Fasern.
Krimpen (crimp) Verpressen einer Hülse um die Faser/Ader, um einen sicheren
mechanischen Schutz herzustellen.
L-PAS (Lens-Profile Alignment System) Videobildauswertung; dient zur Positionierung der Fasern in x-, y- und z-Richtung. Die zu verschweißenden Faserenden werden auf dem Sensor einer CCD-Kamera abgebildet. Das elektro-optisch gewandelte Signal wird genutzt zur Darstellung der Fasern, zur Kontrolle der Faserpositionen auf dem Monitor und für die Bildauswertung.
Lagenkabel Um ein Zentralelement in Lagen angeordnete Bündeladern.
LAN (Local Area Network)  Lokales Netz für serielle Übertragungen zwischen unabhängigen Endgeräten.
Lichtwellenleiter (LWL) (optical fiber)  Transparenter, dielektrischer Wellenleiter zum Übertragen von Signalen mit Hilfe elektromagnetischer Wellen im Bereich optischer Frequenzen.
LID (Local Injection and Detection) Das „lokale Lichtinjektions- und Detektionssystem“ dient zum raschen,
 problemlosen Justieren der Fasern; es besteht aus zwei Biegekopplern (Sender und
Empfänger); Licht wird auf der Sendeseite in die Faser eingekoppelt, auf der
Empfangsseite wird die transmittierte Lichtleistung gemessen. Kriterium für die
optimale Ausrichtung der Fasern ist die Maximierung der Lichtleistung.
Mantelglas (cladding) Glasfaser deren Mantel eine niedrigere Brechzahl hat als der Kern.
 
Mikrokrümmungen (microbending) Kleinste Krümmungen einer Faser, die Lichtverluste und somit  Dämpfungserhöhungen erzeugen.
Moden Alle ausbreitungsfähigen Lichtwellen in einem LWL.
Loose buffer fiber Bündelader
Multimode Faser LWL, dessen Kerndurchmesser groß ist gegenüber der  Wellenlänge des Lichts, so dass eine große Anzahl von  Moden ausbreitungsfähig ist.
Optical waveguide Lichtwellenleiter (LWL)
OVD-Verfahren (outside vapor deposition)  Verfahren zur Herstellung von LWL durch Abscheidung aus der Gasphase auf der Außenfläche eines sich drehenden Substrattabs.
Pigtail Stück eines LWL, einseitig mit Stecker versehen.
PON (Passive Optical Network) Passives optisches Netz für FITL mit passiven Bauelementen wie
 Kopplern, Splittern und Steckverbindungen.
Reflexion (reflection) Zurückwerfen von Wellen durch Fehlanpassung.
Ribbon cable  Kabel mit Faserbändchen
Rückstreuverfahren (backscattering technique) Verfahren zur Messung des Dämpfungsverlaufs entlang eines LWL.
 
Schlaglänge Steighöhe der Verseilung von Bündeladern.
Singlemode Faser LWL, dessen Kerndurchmesser gegenüber der Wellenlänge des Lichts so klein ist, dass nur ein Modus ( Moden) ausbreitungsfähig ist.
Slotted core cable Kammerkabel
Spleißverbindung Dauerhafte Verbindung zwischen zwei LWL, die durch Verschmelzen oder
Kleben hergestellt werden kann.
Splitter (splitter) Optisches Bauelement zum Aufteilen der Lichtleistung von einer auf
mehrere Fasern.
Star coupler Sternkoppler
Steckverbindung (connector) Leicht lösbare Verbindung zweier LWL mit Steckern. In der Regel ist die Einfügedämpfung einer Steckverbindung höher als die einer  Spleißverbindung.
Step index profile Stufenprofil
Sternkoppler (star coupler) Aktives oder passives Bauelement, das für eine gleichmäßige Lichtleistungsverteilung in einer gleichgroßen Anzahl von ankommenden und abgehenden Fasern sorgt.
Stufenprofil (step index profile) Faser mit einem scharfen Abfall der Brechzahl zwischen Kern und Mantel,  wobei die Brechzahlen von Kern und Mantel konstant sind.
Stütz- und Zugelement Mechanisches Element im Kabel zur Aufnahme von Zug- und Stauchkräften.
Time division multiplex Zeitmultiplex
Wavelength Wellenlänge
Wavelength
division multiplex
Wellenlängenmultiplex
Wellenlänge (wavelength)

 

Länge der vollen Schwingungen (Periode) einer Welle In der optischen Nachrichtentechnik werden üblicherweise drei Wellenlängenbereiche genutzt: 850 µm, 1300 µm und 1550 µm.
Wellenlängenmultiplex Übertragungsverfahren, bei dem mehrere Informationen gleichzeitig mit verschiedenen Wellenlängen über eine Faser übertragen werden.
Zeitmultiplex (time division multiplex) Übertragungsverfahren, bei dem mehrere parallel ankommende Digital-  signale in einem seriellen Datenstrom auf einer Faser übertragen werden.
Zentralelement Zentral in ein Kabel einlaufendes Element, bei LWL-Kabeln i.A. ein  Stützelement.

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